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Heading North

Posted by on 5 April, 2013

Marlborough – Inbegriff für guten Wein. Zumindest in Neuseeland. Der hier produzierte Sauvignon Blanc ist tatsächlich bereits weltberühmt. Wir wollen wissen, ob das zurecht der Fall ist und buchen uns in ein familienbetriebenes Backpackers ein. Hausherrin Missus Watson erläutert uns erstmal 20 Minuten lang die Familiengeschichte, die (Wein-)Region und die anstehende Flugshow im Ort. Ach ja, das schöne Hostel zeigt sie uns nebenbei auch noch.

Wir starten also am nächsten Vormittag per gemietetem Velo die Tour durch die Weingüter der Region. Wir haben uns ganz schön was vorgenommen, denn in Marlborough gibt es dutzende Vineries – wir haben also die Qual der Wahl. In diesem ganz speziellen Fall lassen wir aber mal eine kleine Bildserie für uns sprechen.

Weintour

17 Weine an einem Nachmittag … und dann noch die Pints!

Nicht verschweigen darf man allerdings das Ende der Geschichte. Im englischen Pub Cork & Keg, der letzten Station unserer Tour, treffen wir nämlich nicht nur Leute aus unserem Hostel, sondern lernen auch noch das halbe Dorf kennen. Deswegen bleiben wir – die Pints mit lokalem Bier vertreiben langsam aber sicher den Weingeschmack auf der Zunge – bis zum Zapfenstreich hier und amüsieren uns prächtigst.

Leicht angeschwipst wollen wir anschließend auf unsere Drahtesel springen, um natürlich auf direktem Weg “nach Hause” zu fahren. Voller Entsetzen müssen wir aber feststellen, dass auch in Renwick im schönen Marlborough die Langfinger ihr Unwesen treiben. Die Räder sind weg (Schlösser gab es natürlich keine)! Wir scheuchen die ganze verbleibende Meute auf, um die Übeltäter dingfest zu machen. Das Ergebnis ist ernüchternd. Wir treten also betreten den Heimweg an, um dem Hostel-Papa das Unglück (gegen 12 Uhr nachts) zu schildern. Er kommt uns schon auf der Einfahrt entgegen und faltet uns regelrecht zusammen. Wir fühlen uns wie ungezogene Schulkinder. Es stellt sich nämlich heraus, dass ER die Räder “geklaut” hat. Laut Hausordnung hätten wir die guten Stücke nämlich bis sechs Uhr abends VOR dem Besuch des Pubs zurückbringen müssen … hätte man uns ja auch vorher sagen können. Naja – Unwissenheit schützt vor Schelte nicht.

Am nächsten Morgen – es ist Ostermontag – bekommen wir zum Abschied trotzdem noch ein Osterei in die Hand gedrückt und alles ist vergeben und verziehen. Wir können also guter Dinge Richtung Picton zu den Marlborough Sounds fahren, wo noch ein Kajak-Trip auf uns wartet. Laut Aussage der Locals soll das Wetter am kommenden Tag nämlich “beautiful” werden. Wir entscheiden uns also für den Ganztagestrip.

Der Kajakverleih sowie die Kajaks selbst machen einen sehr ordentlichen Eindruck. Wir erhalten die obligatorische Sicherheitseinweisung “quick and dirty” per Video und können morgens um zehn ins Wasser gleiten. Auf die Wettervorhersagen der Locals ist wieder einmal Verlass – es ist grau, bewölkt und windig. Macht nix, wir haben uns inzwischen daran gewöhnt und rudern durch die schönen Sounds.

Kajak

Frau Schmitz in schicker Weste auf dem Queen Charlotte Sound

Unsere Anstrengungen – sechs Stunden Kajakfahren haben es in sich – werden schließlich doch noch belohnt. Wir entdecken die ersten sonnenbadenden Seelöwen an Land und werden Zeugen der Show dieses besonders faulen Selbstdarstellers.

Seeloewe

Mimik á la Seelöwe

Abends belohnen wir uns mit dem Besuch einer ordinären Pommesbude – leider muss festgehalten werden, dass Frau Schmitz die wohl schlechteste Pizza Neuseelands zu sich nehmen durfte. Bahsses! Auch der Salat ist ein Witz – oder wird bei uns neuerdings auch pure Mayonnaise als Dressing serviert?

Am Folgetag verlassen wir die schöne Südinsel und setzen mit der Fähre “Interislander” auf die Nordinsel über. Petrus hat uns wieder lieb und beschert uns dieses Mal wirklich “beautiful” Wetter. Und da bei der Überfahrt der Queen Charlotte Sound durchfahren werden muss, erhalten wir doch noch die Möglichkeit, diesen bei feinstem Wetter zu knipsen.

Sounds

Kurz vor’m Verlassen der Südinsel – Ausgang der Marlborough Sounds

Gute drei Stunden später sind wir auch schon in Wellington, Neuseelands Haupstadt, angekommen. Die Stadt wird Ihrem Spitznamen “Windy Welly” voll gerecht – uns bläst ein mächtiger Wind entgegen, aber uns kann ja inzwischen nix mehr schrecken.

Windy Welly

Ganz schön windig in Windy Welly

Das Stadtleben tut uns trotzdem mal wieder gut und wir gehen für rund eineinhalb Tage den üblichen Tätigkeiten nach: Kühlschrank auffüllen, Tanken, Shoppen und Sightseeing beziehungsweise Kulturprogramm. Wir machen ein winzig kleines Studio ausfindig, das einen Teil zur “Herr der Ringe” Trilogie beitragen durfte. In der “Weta Cave” wurden einige Figuren und Kostüme entworfen und umgesetzt, die wir uns für umme (unfassbar!) anschauen dürfen:

Lurtz, der Ork:

Lurtz

Einschüchterungsversuche bei Lurtz dem Ork

Gollum:

Gollum

Ich mag sie roooh und zzzappelnd!

… und noch ziemlich viele Rüstungen, Waffen und anderer Schnickschnack.

Da wir leider nicht mehr soo viel Zeit haben, verlassen wir Wellington gen Norden an der wunderschönen Kapiti Coast entlang. Auf dem Weg in den Norden geraten wir zwischen Whanganui und Whakapapa plötzlich in eine Schafsherde. Die (nicht mehr ganz so) wolligen Kollegen sind wirklich überall.

Schafe

Schafe, Schafe, den ganzen Tag Schafe

Wir erreichen am 4.4. den DOC-Campingplatz in der Nähe des Tongariro National Parks. Abends trinken wir noch einen Tee mit unseren netten israelischen Nachbarn und halten den grandiosen Sonnenuntergang auf “Film” fest.

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang am Rande des Tongariro National Parks

Da wir mit dem Ziel hergekommen sind, dem Schicksalsberg in Mordor Aug in Aug gegenüber zu stehen, beschließen wir, uns an das “Tongariro Alpine Crossing” zu wagen.  Die Wettervorhersage will es so (diesmal werden wir nicht enttäuscht), dass wir sofort am Morgen des 5.4. starten. Schon auf dem Weg zum Start zeigt sich uns der Schicksalsberg (eigentlich Mt. Ngauruhoe) – allerdings gar nicht mal so furchteinflößend.

Mount Doom

Der nette Schicksalsberg von nebenan

Bevor die Tour losgeht, hinterlassen wir noch ein Foto – man weiß ja nie …

Tongariro Crossing

Startschuss zum Tongariro Crossing

Schon kurz vor dem “Red Crater”, dem Hauptziel der Wanderung, bietet sich uns ein schöner (weil nicht komplett wolkenverhangener) Blick auf Mt. Ngauruhoe. Die Laune des Schicksalsbergs hat sich eindeutig verschlechtert!

Mount Doom 2

Es grummelt im Schicksalsberg. Wo sind die Orks?

Am Ziel angelangt bietet sich ein Wahnsinnsblick in den “roten Krater”, einem der Hauptkrater von Mount Tongariro, dem Namensgeber des Nationalparks. Die Wände sind wie nicht anders zu erwarten rot mit peschschwarzen Abschnitten, und Qualm steigt an vielen Stellen auf. Im dahinterliegenden Tal scheint paradoxerweise die Sonne. Es riecht heftig nach Schwefel beziehungsweise faulen Eiern.

Red Crater

Blick in den “Red Crater”

Wir schießen noch das Beweisfoto vor den knallgrünen “Emerald Lakes” und freuen uns auf dem Weg ins Tal schon auf das Bad in den heißen Quellen der Umgebung. Morgen ist nämlich Erholungsprogramm für die müden Knochen angesagt.

Emerald Lakes

Mordors Bezwinger vor den Emerald Lakes.

Man liest sich.
Jenny & Martin

7 Responses to Heading North

  1. Lisa

    Ey ihr fleißigen Weinschlürfer – jetzt reichts aber langsam mal mit den geilen Bildern! … Naja hier in HH ist immerhin der Schnee (fast) weg.
    Bin Ende Mai in Kölle – krieg ich das ganze dann nochmal als Diashow präsentiert?
    Gruezi!

  2. Jenny & Martin

    Klaro. Vielleicht gibt’s dann sogar ein Video. Bringste Wein mit? :D

    • Lisa

      Das krieg ich hin mit dem Wein! Vielleicht aber nur eine Sorte…

  3. Jenny & Martin

    Das passt. Ist eh besser für den Kopp am nächsten Tag ;)

  4. Jenny & Martin

    Aber bitte nicht nur eine Flasche… :)

  5. Olli

    Darf ich auch eurer Diashow und Weinprobe beiwohnen! Ende Mai bin ich auch wieder am Start! Echt geile Bilder und schöner Text! Macht Spaß und weiter so!

    LG Olli

  6. Jenny & Martin

    Sischä, Olli.

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