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Bis zum nächsten Mal, Hobbiton!

Posted by on 13 April, 2013

Unsere Muskeln brennen noch vom Tongariro Alpine Crossing, weswegen wir den Folgetag ziemlich gediegen in diversen vulkanischen Hot Pools im Tongariro National Park verbringen. Gut erholt treten wir anschließend die weitere Reise Richtung Lake Taupo, dem größten See Neuseelands, an. Dort stoppen wir als erstes bei den überaus beeindruckenden Huka-Falls. Diese gehören zum Waikato River, der im etwas höher gelegenen See entspringt. 220.000 Liter Wasser pro Sekunde schießen hier mal eben den Fluss herunter, das sind locker 1.500 Badewannen voll. Jede Sekunde! Das Wasser ist dabei kristallklar. An gehobener Wasserqualität mangelt es den Kiwis jedenfalls nicht.

Huka Falls

Die Huka Falls – 220.000 Liter Wasser … pro Sekunde!

Da wir nur alle paar Tage einen Holiday-Park anfahren, um Strom und Wasser zu tanken und Dreckswasser loszuwerden, versuchen wir dazwischen immer schöne, möglichst kostengünstige Plätze für die Nacht zu finden. Freedom-Camping wird inzwischen nicht mehr so gerne gesehen bei den Einheimischen. Das hat leider zu viele Idioten dazu verleitet, beispielsweise ihr Toilettenpapier und die damit “verbundenen Dinge” überall in der Gegend rumliegen zu lassen … die Geldstrafen sind dafür mittlerweile schwindelerregend hoch. Man muss also die Augen und Ohren offen halten, um was Geeignetes zu finden. Mit unserer Bleibe für die kommende Nacht sind wir daher mehr als zufrieden. Ein super schöner, kostenloser und am Fluss gelegener Park für Camper aller Art und wir ergattern DEN Sahneplatz direkt am Wasser. +Yaaayyy+

Waikato-Camping

So kann man mal ‘ne Nacht verbringen. Traumkulisse am Waikato River.

Anschließend machen wir einen Abstecher zur Tour de France. Herr Halemba ist drauf und dran, das Bergtrikot zu gewinnen. Die roten Punkte sind vorsorglich schon mal am Rad, am Trikot arbeitet er noch. Aber die Haltung ist toppstens.

Rennrad

Nur was für die ganz Großen. Radrennsport in Neuseeland.

Da Frau Schmitz aber nicht mehr mit auf das Rad passt, entscheiden wir uns schweren Herzens doch für den Camper zur Weiterfahrt nach Rotorua. Ist auch bequemer.

Dort angekommen empfängt uns ein – Tongariro sei Dank – inzwischen vertrauter Geruch nach faulen Eiern und Schwefel. In Rotorua wimmelt es nur so von heißen vulkanischen Quellen, meterhohen Geysiren und blubbernden, stinkenden Schlammlöchern. Es dampft und brodelt wohin das Auge schaut, die Erde scheint auf hoher Flamme ein paar Süppchen zu kochen.

Hot Lake

Sieht schöner aus als er riecht: Heißer See in Rotorua.

Den Schwefelgeruch kriegen wir am Besten im schönsten aller Kiwi-Landstriche aus der Nase – dem Auenland. In einem Kaff namens Matamata hatte Peter Jackson vor Beginn der Dreharbeiten zum Herrn der Ringe (1999) “sein” perfektes Hobbiton bzw. Hobbingen gefunden. Dank der letzten Dreharbeiten zum Film “Der Hobbit” sind die ursprünglich abgerissenen Hobbit-Höhlen wieder komplett errichtet und inzwischen langfristig für uns Touris zugänglich geworden.

Auf den Spuren von Frodo, Sam, Gandalf & Co. inspizieren wir das kleine grüne Paradies und wünschen uns, hier ein Ferienhaus (bzw. Ferienhöhle) kaufen zu können. Die meisten Höhlen und sämtliche Accessoires haben natürlich Hobbitgröße und erinnern fast an Puppenhäuser in einem Märchenland für Kinder. Festangestellte Gärtner und Requisiteure sorgen den ganzen Tag dafür, dass der Rasen grün ist, die Blumen blühen und auch die kleinsten Details an Haus und Hof tippitoppi aussehen. Fast zu schön, um wahr zu sein.

Hobbingen

Hobbingen ist immergrün.

Hobbithoehle

Sam’s Zuhause. Hobbit-Eigenheim deluxe.

Inzwischen brechen leider schon die letzten Tage unserer Neuseelandreise an. Bevor es nach Auckland geht, nehmen wir uns noch rund fünf Tage Zeit für die Coromandel Peninsula. Da hier subtropisches Klima herrscht, ist es wieder etwas milder. Der Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur liegt jetzt nicht mehr bei über 15 sondern “nur” noch bei rund zehn Grad und wir frieren nicht mehr so nach dem Aufstehen!

Um es vorweg zu nehmen, der ganze Landstrich ist der Hammer! Es gibt tolle Strände, schöne Wege, viel Grün, viel Sonne und ganz wenige Menschen. Wir starten mal mit einem kleinen Panorama-Bild, aufgenommen in der Nähe der Cathedral Cove.

Coromandel Panorama

Küstenabschnitt der Coromandel Peninsula

Und wo wir schon beim Thema sind, zeigen wir gleich noch eine kleine Impression vom nördlichen Teil des Strands in der besagten Cathedral Cove. Die Bucht ist von einer Steilwand aus glattem, hellen Sandstein begrenzt und ziemlich spektakulär. Am besten gefällt uns aber nicht die namensgebende “Cathedral” – ein großer Felsdurchgang von einer Strandhälfte zur anderen – sondern der einsame Obelix-Hinkelstein, der am Nordende der Bucht aus dem Wasser ragt. Die Bäume an der Spitze und die kleine Fotografin unten links vermitteln eine ungefähre Vorstellung der gigantischen Ausmaße des Kiesels, der von den Maoris “Te Hoho” genannt wird.

Te Hoho

Te Hoho – schicker Gigant im Wasser.

Wir bewegen uns weiter nach Norden und strapazieren unseren fahrbaren Untersatz mit einem 15 Kilometer langen Höllenritt auf unbefestigter Straße. Die Tour lohnt sich. Wir teilen uns den Campground mit einem Maori-College und sind am nächsten Tag die einzigen Strandgänger am quasi hauseigenen Strand. Unfassbar, dass hier nicht tausende Menschen die Sonne anbeten. Uns freut’s umso mehr – wir fühlen uns wie die Eigner des Landes.

Coromandel-Beach

Coromandel-Strände sind schön, lang und derzeit einsam.

Anschließend – langsam machen wir uns mit dem unangenehmen Gedanken vertraut, dass unsere Reise sich dem Ende nähert – fahren wir die Westküste runter und bewegen uns gemächlich Richtung Auckland. Am 15.4. wird uns die Air Pacific nach Nadi bringen, der Hauptinsel der Fidschi-Inseln. Endlich Erholung …

Von da aus werden wir uns dann wieder melden – voraussichtlich schon zum letzten Mal.

Zur Übersicht haben wir mal eine kleine Karte der Neuseeland-Route gebastelt – animiert versteht sich *g*

New Zealand Map

Neuseeland in fünf Wochen: Schmitz und Halemba auf Abwegen. Da sind ein paar Kilometer zusammengekommen.

Eure traurigen Bald-Heimkehrer

Jen & Maddin

One Response to Bis zum nächsten Mal, Hobbiton!

  1. Jörg M. aus W. ;-)

    Hallo ihr lieben Weltenbummler! Klasse, dass ihr uns in Form der tollen Bilder und witzigen Texte, auf euer Abenteuer mitgenommen habt! Es hat immer wieder Spass gemacht zu Lesen und das Fernweh steigt so langsam ins unermessliche :-) . Ich wünsche euch noch ein paar schöne letzte Tage, liebe Grüße aus Wechberch, Jörg

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