Allein unterwegs

Nein – meine Wochen sollten die nächsten zwei nicht werden…

Nachdem Jenny also wieder nach Deutschland muss, heißt es für mich: Job suchen! Da ich ja von Brisbane verwöhnt bin, kommt natürlich auch nicht alles in Frage – die Media Recruitment Agencies gibt es ja schließlich auch in Sydney. Aber, kluger Mensch baut vor, eingleisig fahren ging immer schon in die Hose. Also schnell zum AIFS (meinem “Hauptquartier”), Jobdesk checken. Schnell ein paar kurzfristige Tages- auf Zweitagesjobs und das Portmonee is’ schon wieder was dicker.

Blöderweise…ham die erstmal nix. “It’s not that busy at the moment”. Tja, dann halt nicht – es gibt ja auch noch Plan C, D und E. Schnell beim Musikhändler meines Vertrauens ein Notenpult besorgt, ein paar alte Songtexte ausgedruckt – man kann ja schließlich nicht alles im Kopf haben – bei der zuständigen Behörde einen Busking-Ausweis (Berechtigung zur Straßenmusik) geordert und ab dafür. Leider scheinen Sydnianer nicht annähernd so begeisterungsfähig zu sein, wie das Klischee des relaxten, immer gut gelaunten Aussies uns weismachen will. Fazit: Nach drei Anläufen lege ich die bis dato frustrierenste meiner musikalischen Erfahrungen zu den Akten. Die nächste Stadt kommt bestimmt.

Nebenbei habe ich auch noch einen alten Bekannten kontaktiert, der hier lebt und arbeitet und sich auch mal für mich umhören will – es kann sich ja eigentlich nur noch um Stunden handeln. Um die ganze Sache etwas abzukürzen. Nachdem ich von jeder erdenklichen Seite entweder keine Rückmeldung oder eine Absage bekommen habe (ich musste ja auch unbedingt was spezielles haben!) bewegt sich mein Kontostand in einem sehr grenzwertigen Bereich. Also mache ich das einzig Richtige, buche einen Flug nach Darwin (das war’s, schwarze Zahlen) und versuche Sydney mit seinem wechselhaften Wetter in den letzten Tagen das Beste abzugewinnen. Auf dem Balkon meines Hostels sitzend lasse ich das also nochmal Revue passieren.

Auf dem Balkon des Woodduck Inn

Auf dem Balkon des Woodduck Inn

Apropos Hostel. Das “Woodduck Inn” ist bisher das Beste aller Unterkünfte in Sydney. Groß genug um was zu bieten, aber doch so klein, dass man in Kürze das Team und die meisten Bewohner kennt. Nett. Achja – und nebenbei gibt es auch noch ein “Rooftop” mit wirklich schönem Ausblick auf den Hyde Park und die nähere Skyline.

Rooftop bei Nacht

Rooftop bei Nacht

Ausblick bei Tag

…und der entsprechende Ausblick bei Tag

Jedenfalls nehm’ ich dann noch was Positives aus Sydney mit. Die Stadt ist eigentlich schon relativ hektisch und im Kern auch nicht außergewöhnlich schön, aber die Außenbezirke haben’s in sich. Denn es sieht mitnichten überall so aus:

George Street

Ein kleiner Teil der George Street

Nachdem ich (per Bus) eher zufällig zur Watsons Bay hochgefahren bin, habe ich erstens festgestellt, dass Sydney eine verflucht weite Ausdehnung hat und außerdem in Teilen so gar nicht nach Großstadt aussieht. Oder wie wirkt das idyllische Städtchen auf den Klippen auf euch?

Auch das ist Sydney

Auch das ist Sydney

Außerdem gibt es einen sehr hübsch weiß gestrichenen Leuchtturm mit viel viel Freiraum drumherum.

Lighthouse

Leuchtturm in der Watsons Bay

Die rund drei Stunden gemütlichen Rückweg hab’ ich mir dann mal zu Fuß gegönnt, bin an schönen Villen in den verschiedensten Stilen, exotischen Blumen, Strandabschnitten, Kirchen und Minihäfen vorbeigelaufen und habe den Blick auf die “richtige” Skyline aus allen Winkeln genossen.

far far away

“Far Far Away”

Tja und dann kommt der Morgen des 6ten Septembers. Gestern noch beim Barbecue und Aboriginee Live-Musik vom Hostel verabschiedet und dann nach rund vier Stunden Schlaf zum Flughafen. “Domestic” selbstverständlich – geht ja nicht nach Indien, sondern nur ins Northern Territory.

Als ich am lokalen Computer mein “e-Ticket” dann ausdrucken will, bekomme ich die schöne Nachricht “SORRY UNABLE TO CHECKIN”. Tja, da bleibt einem der Frühstückskeks schonmal im Hals stecken. Schnell die Service-Tante angehauen, die mich an die nächste Service-Tante verweist, die mich… freundlich darauf hinweist, dass ich im “International” hätte einchecken müssen – der Flug geht nämlich nach Singapur weiter. Haha, das muss man ja auch erstmal wissen.

Glücklicherweise scheint die Dame recht fähig, checkt per Funk, ob ich das in 45 Minuten alles noch hinbekomme. “Kann er – wenn er schnell ist”. Na denn – ich bin ja schnell wie der Kugelblitz, wenn’s sein muss. Ich wetze also der Wegbeschreibung nach und finde mich nach einem Mini-Checkin erstmal in einer fetten Menschen-Schlange wieder. Geschätzte 150 Leute. Schüss, Flieger! Glücklicherweise geht’s dann doch relativ zügig, ich checke in den Domestic ein uns sprinte (übrigens mit Gitarre und Rucki) Richtung Transfer zum International – der Bus soll ja in 5 Minuten da sein… aber fährt mir direkt vor der Nase weg, der Sack. Also: warten, den nächsten Bus nehmen, über’n Flughafen schippern, vorbei an… gibt’s das – da steht doch tatsächlich die “Airforce One” direkt vor meiner Nase, keine 10 Meter Luftlinie entfernt. Richtig, der Bush, der Stinker, ist ja gerade in der Stadt. Naja – ich hab’ andere Sorgen.

Am International angekommen muss ich mich wieder in eine Schlange einreihen. “Echter” Checkin. Geht auch noch zügig. Danach wartet aber schon die nächste Menschentraube, da wir durch ein Nadelöhr zu den Gates vorgelassen werden. Der Vogel soll um 9:30 starten, es ist 9:27 – das Gate muss längst geschlossen sein. Ich höre, wie mein Name durchgerufen wird. Hab’ ich’s vergeigt, oder hieß das…? Es hieß! Am Gate 32 steht eine einsame Asiatin, die mich freundlich durchwinkt – ich bin der letzte Passagier des Fluges QF81 nach Singapur über Adelaide(!) und Darwin. Halleluja. Alles im grünen Bereich.

Denkste!

Ich unterhalte mich auf dem Flug nett mit meiner Sitznachbarin, einer Endfuffzigerin aus Sydney, die aber grad’ in Darwin lebt. Sie bietet mir an, mich von ihrem Mann in die City bringen zu lassen. Traum – Shuttle-Kosten gespart. Also gemeinsam aus dem Flieger raus und zum Gepäckband. Nicht schwer zu erraten was jetzt kommt, also mach ich’s kurz. Auch endloses Warten bringt meinen Reiserucksack nicht ans Tageslicht – das Teil ist verschütt gegangen. Also ein paar Formalitäten geklärt, “wir melden uns umgehend, sobald wir mehr wissen”. Als Entschuldigung bekomme ich einen Kulturbeutel samt Inhalt (inkl. weißer Short und T-Shirt – ich hab’ ja nix zum wechseln) in die Hand gedrückt. Naja – mich schockt heute nix mehr.

Im Shuttle (meine Sitznachbarin und ihr Gatte sind verschollen) lerne ich Ben aus Melbourne kennen. Er arbeitet für’s Arbeitsamt und muss in Darwin ein Problem der größeren Sorte bearbeiten. Er kümmert sich um die Belange der indigenous people, also der Aborigines und muss nach kurzer Einarbeitung auch in die Tribes fahren. Spannend und spannungsgeladen! Nichtsdestotrotz bietet er mir an, sich umzuhören was Jobs angeht – er sitzt ja schließlich an der Quelle. Außerdem bekomme ich noch einen Anruf, dass mein Rucksack in Sydney aufgetaucht ist und vermutlich morgen schon in mein Hostel geliefert werden kann. Das Wetter ist außerdem auch toppi, erinnert an Thailand.

Vielleicht wird ja am Ende doch noch alles gut…

Ihr hört von mir,
euer Leonard Landinsicht

Tropical North

Was braucht man zum Erkunden der australischen Tropen? Richtig – ‘nen Campervan. Der wird nicht ganz ohne Komplikationen gemietet und ab geht die Luzie.

Gepose vorm Van

Gepose vor’m Van

Am ersten Tag wird die teuer erstandene neue Freiheit vorsichtig Richtung “Atherton Tablelands” angetestet. Wir befahren die Serpentinen und bestaunen die schönen – so untypisch australisch anmutenden – Ausblicke, besuchen die beiden Vulkanseen “Lake Birrabeen” und “Lake Eacham” und suchen uns auf einem abgelegenen Fleckchen Erde zwischen Farmland und nirgendwo eine nette Stelle für die Nacht. Der Gaskocher wird ebenso angetestet wie der eingebaute Kühlschrank, der uns kühles Bier beschert.

Die Atherton Tablelands

Die Atherton Tablelands

Tag Zwei steht ganz im Zeichen des Wasserfalls. Auf dem “Waterfall Circuit” gucken wir uns an einem Tag immerhin fünf verschiedene Kaskaden an, die den Namen Wasserfall wirklich verdient haben.

Milla Milla

Die Milla Milla Falls

An einem der Stopps müssen wir an der Parkplatzeinfahrt plötzlich anhalten, weil ein…das ist doch…kann eigentlich nicht sein. Vor unserm Camper steht in aller Seelenruhe der angeblich gefährlichste Vogel der Welt. Der vom Aussterben bedrohte Cassowary oder auch Helmkasuar. Ein Emu-Verwandter, der bis zu zwei Meter hoch werden kann  (na gut, die Wikipedia untertreibt ein wenig) und aggressiv sein soll. Das stört die Frau mit der Kamera vor’m Cassowary wenig. Naja, was die kann, können wir auch – der Kollege ist ja auch gerade mal einen Meter hoch oder so. Also raus aus der Kiste und Fotos gemacht wie bekloppt. Leider fällt uns erst spät auf, dass fast alle Bilder verwackelt sind, weil wir die Kamera voll im Zoom haben. Naja, nicht zu ändern – aber jetzt ist das stummelbeflügelte Viech schon entschwunden.

Cassowary

Der gefürchtete Helmkasuar

Da es ja morgens Dank Schwarzcamping keine Dusche gab müssen wir uns irgendwo frisch machen. Wir fahren bis zum (riesigen) “Lake Tinaroo” weiter und finden nach einiger Gurkerei eine einsame Stelle, wo wir relativ übervorsichtig ins Wasser hüpfen. Gibt’s hier eigentlich Krokodile?? Von da aus geht’s Richtung Tolga, wo wir einen World War 2 Memorial Campingplatz finden der für lau ist, aber leider auch keine Duschen hat. Egal – wir müssen sparen!

Am Morgen des 14ten, unserem dritten Tag, besuchen wir erst “Coffee Works” in Mareeba. In den Cairns Highlands wird nämlich traditionell Kaffee angebaut und den Duft wollen wir uns nicht entgehen lassen. Nach Vanilleeis-Espresso und Chilli-Kakao fahren wir nach Port Douglas, der einzigen “größeren” Stadt im Norden, weiter. Nett isses hier. Alles sehr gediegen und von einem Hauch Luxus umweht. Geld müsste man haben, wenn man sich so die Yachten anschaut… Naja – nachdem wir lange nach einem passenden Schlafplatz gesucht haben, riskieren wir die andere Seite der Hafenpromenade mit traumhaftem Ausblick.

Hafen in Port Douglas

Der Hafen von Port Douglas

Aber war ja klar, dass die Sache ‘nen Haken hat! Wir werden von der Polizei beim Essen gestört und mehr oder weniger freundlich darauf hingewiesen, dass “wild” Campen im “Douglas Shire” verboten ist und bei Zuwiderhandeln eine Geldstrafe fällig ist. Also ab Richtung Campingplatz – im Dunkeln. Hoffentlich hüpft uns kein Känguruh auf die Haube.

Wir werden südlich der Stadt endlich fündig und bleiben für die Nacht im “Big4” – für schlappe 29 Dollars. Da hätte man ja bald ‘n Zimmer für nehmen können! Egal – wenigstens haben wir Strom und können Handy, Schleppi & Co endlich nochmal aufladen, Wassertank nachfüllen und was sonst noch so bei Proficampern anfällt.

Wir im Van

Gemütlich!

Der vierte Tag soll ein Strandtag werden, aber da hat Onkel Petrus natürlich mal wieder was dagegen. Hab’ ich eigentlich erwähnt, dass das Wetter in Australien in aller Regel besch…eiden ist? Nein? Jetzt tu ich’s! #$&%§#!! Nach erneut langer Suche erzählen freundliche Locals auf die entsprechende Anfrage, dass es in “Wonga Beach” auch nahe des ausgebuchten Campingplatzes doch wirklich niemanden stört, wenn wir für eine Nacht da bleiben. Nein, wirklich nicht – wenn wir keinen Müll da lassen. Ja sauber, hatten wir eh nicht vor! Also ab zum Meer und zwischen die Büsche. Unheimlich isses zwar aber die Blairwitch Hexe lässt sich allen Befürchtungen zum Trotz dann doch nicht blicken.

…und am fünften Tage sollst du dich deines Lebens erfreuen – oder wie war das? Wir fahren durch eine Aboriginee-Gemeinde zur Mossmann Gorge und machen eine nette Dschungeltour in diesem Teil des Daintree National Park.

DschungelOmat

Welcome to the Jungle

Da das Wetter besser wird, fahren wir anschließend zu unserem Wonga Beach zurück und finden ein fotografierungswürdiges kleines Fleckchen Strand, das wir quasi nur für uns alleine haben. So haben wir uns das vorgestellt. Schön!

The beach

Die Dame bräunt sich

Danach “headen” wir wieder nordwärts bis in das beschauliche Daintree Village. Wir fragen vorsichtig nach Rivercruise und Ãœbernachtungsmöglichkeit und sind schon wieder an die richtige Person geraten. Direkt um die Ecke geht es in die Richtung, wo die Locals ihre Häuschen auf mehrere Hektar Land gestellt haben. “Irgendwo am Fluss” werden wir schon keinen stören. Tun wir nicht. Der Ausblick ist super und wir haben eine ruhige Nacht…naja, bis auf das ein oder andere Mosquito, das uns quält. Apropos… die Mistviecher scheinen mich hier wirklich zu mögen. In Deutschland verschmähen mich die Mücken ja fast komplett, aber hier!? Tja und bei der Jenny isses genau umgekehrt. Ich sach ma’ “gut, dass ich dabei bin”!

Tag sechs steht im Zeichen des Daintree River und Cape Tribulation, unserem eigentlichen Ziel. Zuerst machen wir eine Bootstour über besagten Fluss und sehen schon nach zwei Minuten das erste Krokodil. Ist zwar nur etwa 2 1/2 Meter lang, aber echt… und in freier Natur. Also schon irgendwie beeindruckend.

Croc-Alarm

Croc-Alarm

Auf der restlichen Tour stöbern wir noch zwei weitere der hornigen Reptilien auf, die sich aber wesentlich besser verstecken, als Kollege Nummer Eins. Es gibt noch ein paar nette Vögel, Pflanzen und fundierte Erklärungen unseres Guides Scott, bevor wir wieder zurück schippern. Anschließend setzen wir uns sofort in den Van und fahren gen Kap. Gleichzeitig übrigens Jen’s erste Camperfahrt als Steuermann. Souverän!

Das Wetter ist mal wieder normal geworden – also schlecht – aber sonst ist es hier doch nett. Wir machen zwei kleine Dschungeltrips, von denen der erste durch heftigste Regenfälle unterbrochen wird, bevor wir endlich am eigentlichen “Kap der Trübsal” ankommen. Hier prallen also zwei “World Heritage Listings” aufeinander. Einer der ältesten Regenwälder der Welt und das Great Barrier Reef. Sieht leider alles ziemlich diesig aus – und nicht viel anders, als an unserem Wonga Beach. Nur nicht ganz so schön. Naja gut, der Regenwald ist zugegebenermaßen schon noch etwas mehr…Regenwald!

Cape Trib

Wir waren da

Gegen frühen Abend fahren wir zur Daintree Village zurück, der Platz war ja schon nett. Die Fähre bringt uns sicher zurück über den Daintree River und wir suchen uns eine Stelle etwas weiter die Straße hoch. Näher am Fluss sind die Mosquitos bestimmt noch schlimmer, aber man muss dem Feind ins Gesicht sehen!

Der nächste Tag wird ein spontaner Strandtag – das Wetter ist zu gut, um lange im Auto zu sitzen und wir genießen ein paar sonnige Stunden an “unserem” Wonga Beach. Da unser anderer “Free-Campingplatz” ja sozusagen umme Ecke ist, wissen wir auch schon, wo wir heute abend nächtigen.

No Camping

Die Locals sagen was anderes!

Wir treffen noch einen immigrierten Österreicher, der uns erstens nochmal vor den Crocs an Flussmündungen und am Strand(!) warnt und erwähnt, dass morgen Markttag in Port Douglas ist. Na nix wie hin.

Tag acht startet also mit Kultur in der Hafenstadt. Tja – kaum ‘ne Viertelstunde um, da klopft mir plötzlich jemand auf die Schulter. Bennsen himself. Australien ist klein. Wir erzählen uns kurz die Erlebnisse des letzten Monats und verabreden uns in Cairns für eine “Reunion for a day”. Andy kommt auch, Dennis und Debby sind schon da. Gibt’s nicht!

Wir fahren noch ein Stück durch die Tablelands, vorbei an Country-Dörfern und Häusern, Termitenhügeln und schöner Landschaft, um auf “WWII Free Camping” die letzte Nacht zu verbringen.

Countryhuette

Echte Countryhütte

Aber – falsch gedacht. Ziemlich unfreundlich weist uns Kollege Rasputin (der Campingplatz-Wächter mit Dogge Bruno!) darauf hin, dass seit unserem letzten Aufenthalt nur sechs statt der nötigen sieben Tage vergangen sind und wir nicht bleiben dürfen. Toll. Wir waren zwar nur 15 statt der erlaubten 72 Stunden auf dem Platz und überhaupt ist ziemlich wenig los, aber mit Ignoranten zu verhandeln bringt eben nix. Letztlich hat aber doch alles einen tieferen Sinn, denn wir fahren ein paar Kilometer zurück nach Walkamin und finden einen total netten Privatcampingplatz, wo wir für 15 Dollar(!) nicht nur den Platz mit den netten Leuten, sondern auch Strom, top Duschen und einen ramontischen Kaminofen genießen dürfen. Außerdem verliebt sich Jenny sofort in den zwei Monate alten Hund der Besitzerin. Knuddelig.

offener Kamin

Netter Treffpunkt mit offenem Kamin

Am letzten Tag besuchen wir noch die zwei wohl größten “Fig Trees” (Würgefeigen) in der Umgebung. Das sind Bäume, die ihre Samen in die Kronen anderer Bäume legen, auf dem Wirtsbaum wachsen und von da oben Wurzeln Richtung Erde schicken, um sich festkrallen zu können. Der Prozess hört praktisch nie auf, weshalb die Bäume riesig werden können und quasi nur aus überirdischen Wurzeln bestehen. Beeindruckend! Leider passt der ganze Baum (Curtain Fig Tree) nicht aufs Foto:

Fig Tree

Jenny und die Würgefeige

Der hier hört auf den klangvollen Namen “Cathedral Fig Tree” und passt auch nicht ganz aufs Foto:

natuerliche Kathedrale

Natürliche Kathedrale

Wir bringen den Camper zurück nach Cairns und checken mal wieder im Calypso Inn ein, wo wir auch schon beim letzten Cairns-Aufenthalt waren. Abends geht’s zu JJ’s Backpackers direkt um die Ecke, wo der Rest der Truppe schon am Start ist. Ein feucht-fröhlicher Abend startet und sämtliche Goon-Vorräte werden vernichtet. Debby und Dennis fliegen morgen nach Thailand, Ben und Andy reisen im Camper weiter und für uns geht’s nach Sydney.

Reunion for a day

Reunion for a day

Sydney ist…regnerisch. Selbstverständlich! Wir gucken uns gemeinsam nochmal die größten Sehenswürdigkeiten an und versuchen das Beste aus schlechtem Wetter und katastrophalem Hostel zu machen. Wir gehen nochmal schön essen und am morgen des 25sten bringe ich Jenny zum Flughafen. Abschiede sind scheiße!

zusammen an der Oper

Gemeinsam vor der Oper

Jetzt bin ich in einem anderen Hostel in Sydney und versuche schnell an viel Geld zu kommen. Ab Montag wird die Jobsuche forciert und dann schau’n wir mal weiter. Nächstes Ziel ist eigentlich Darwin im Norden, aber erst mal gucken, was der Job sagt.

Drückt mir die Daumen!

Hans im Unglück

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Inselfieber

Airlie Beach empfängt uns nach einem Trip im Nachtbus und grauenvollem TV-Programm mit wunderbarem Wetter. Wir bleiben aber nur für eine Nacht, denn am nächsten Morgen holt uns die “Ragamuffin”-Crew zum Whitsundays-Segeltörn ab. Die Organisation ist super und wir sind schon um neun Uhr auf unserer ganz persönlichen Racingyacht. Damit wir nicht zuviel Speck ansetzen, dürfen wir den Profis beim Segeln zur Hand gehen, was anstrengender ist als zuerst angenommen.

Segelprofi

Herr Halemba mal wieder in Action

Wir erreichen Whitehaven Beach an einer ganz anderen Stelle, als beim letzten Mal. Hier gibt es zwar keinen Viewpoint, aber der Strand ist der Wahnsinn. Klarstes Wasser und schneeweißer Sand der so fein ist, dass es beim Gehen unter den Füßen quietscht.

Glasklar

Das spricht für sich…

Wir unternehmen einen kleinen Beachwalk mit Rune & Kate, einem dänisch-australischen Pärchen und genießen das überragende Wetter. Es gibt Wraps und Baguettes zum Lunch und wir gönnen uns ein kleines Midstrength-Beer. Lecker!

alle 4 ssusammen

Strandidylle

Der Weg zurück ist auch sehr nett – einzige Wermutstropfen sind der fehlende Wind (wir segeln weniger, als dass wir motorisiert durch die nicht vorhandenen Wellen schippern) und die Humpback-Wale, die sich trotz bester Bedingungen einfach nicht zeigen wollen. Trotz allem – ein fast perfekter Tag!

Nach einer weiteren Nacht in Airlies “Magnums” (das Zimmer stinkt leider nach Katzen-Pee) nehmen wir am 30.7. den Greyhound nach Townsville, von wo aus wir nach kurzem Abstecher in die City die Fähre gen Magnetic Island besteigen. Ein 25-minütiger Wellenritt bringt uns auf das Eiland, das für die nächsten 9 Tage unser Zuhause sein wird. Nervt ja auch, jeden zweiten Tag die Sachen packen zu müssen, um weiterzureisen.

Auch hier ist das Wetter toppstens und der inselinterne Busservice bringt uns von Nelly Bay (und der Fährstation) nach Picnic Bay in unser kleines Privathostel “Travellers Hideaway”. Die Räumlichkeiten sind spartanisch, aber der Preis ist absolut unschlagbar, die Küche relativ sauber, wir kennen unseren Gastwirt mit Namen und der Pool ist auch einladend. Was will man mehr?

Das Erste was wir sehen sind die Bäume am Rand der Straße, die ihre Wurzeln immer wieder neu aus luftiger Höhe in den Boden schlagen. Seltsam, aber irgendwie schön:

Bauuum

Bizarres Gewurzel

Die Badestrände können zwar nicht ganz mit Whitehaven mithalten, haben aber trotzdem (einen etwas rauheren) Charme. Der von uns aus nächstgelegene ist in der “Rocky Bay” und nur über einen ziemlich steilen Fels-Wurzel-Sand-Pfad zu erreichen. Je nachdem, ob wir high tide oder low tide (Ebbe & Flut) haben, können wir auf Sandstrand oder riesigen Felsen rumgammeln.

Rocky Bay

Die Rocky Bay

Diese großen Felsbrocken, häufig eher Felskugeln, bestimmen eh das Inselbild. Vor den ersten die wir sehen, müssen wir gleich mal ‘ne Fotosession starten.

Jens Rock

Die kleine Jenny und der große Fels

In den kommenden Tagen entdecken wir ziemlich viele lustige und weniger lustige Tiere. Ein ziemlich grünes verirrt sich gleich bei unserem ersten Walk zum Supermarkt in meinen Haaren. Nachdem ich’s mit einer harten Rechten zu Boden gestreckt habe, kann ich es vor die Linse bekommen.

Halt, dein Mops!

Mopsus Mormon

Da wir gar keinen Plan haben, was uns da zu Füßen liegt, müssen wir die Wikipedia einschalten, deren australische Version uns dann endlich den entscheidenden Link und damit Aufschluss über das grasige Tierchen gibt. Vor uns sitzt rotzenfrech “Mopsus Mormon”, im Volksmund auch einfach “grüne Springspinne” genannt. Die Australier würden sagen die Gute ist nicht giftig, was im Klartext “Schmerzen, die einen nicht umbringen” bedeutet. Naja – nochmal gut gegangen.

Nur einen Tag darauf läuft uns dann etwas typisch Australisches über den Weg: Echidna – der australische Igel. Mit unserem europäischen Stacheltier nicht verwandt, läuft dieser langnasige Kollege von uns und unserem Blitzlichtgewitter völlig unbeeindruckt gemütlich weiter geradeaus und sucht nach was Essbarem. Uns freut’s, denn jeden Tag kriegen wir ja auch keinen lebendigen Echidna zu sehen.

Echidna

Vorsicht: spitz

Wir versuchen, die Grätsche zwischen Erholung und Entdecken hinzukriegen und starten mit gemieteten Rädern die Tour zum “Westpoint”. Die Fahrt ist nicht so wirklich anstrengend (auch wenn geteerte Straßen nur auf etwa einem Viertel der Strecke zu finden sind) und wir kommen zügig zum westlichsten Punkt der Insel. Da es hier (wie auch im übrigen Australien) eine strikte Helmpflicht gibt und der Strafenkatalog in Down Under lang und expensive ist, geben wir ein sexy behelmtes Bild ab, was wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen:

Fahrradgoetter

…und das alles ohne Doping!

Wir bleiben einige Stunden am Strand von Westpoint, baden im milden Meer und beobachten das uns umgebende Vogel-Wildlife. Am beeindruckendsten (und auf Kamera am schwierigsten festzuhaltende) ist ein Adler(?), der uns ab und an umkreist.

Eagles fly high

Ist das ein echtes Tier?

Was soll ich sagen? Wir besuchen noch die Arthur Bay und starten einen wenig erfolgreichen Schnorchelversuch…die Bucht ist trotzdem sehr schön,…

Creek in der Arthur Bay

Creek in der Arthur Bay

…posen noch das ein oder andere Mal für die Linse…

Posh & Becks

Posh & Becks

…und stellen fest, dass Karate Tiger eigentlich in Australien gedreht wurde und ich der Erfinder des berühmten “Kranichs” bin:

Der Kranich

Irgendwelche Zweifel?

Nach neun schönen und überwiegend sonnigen Tagen, sind wir jetzt in Cairns und freuen uns darauf ab dem 12ten mit dem Campervan den tropischen Norden für uns zu entdecken. Danach wird es vermutlich ausfuehrliche Abenteuer-Berichte geben.

Jetzt gehen wir erstmal zurueck in unser Hostel “Calypso” und geniessen das abendliche Buffett – also insbesondere ich 🙂 Halleluja!

Jane Austen und Austin Powers

Straddie, Noosa…

…und das alte leidige Thema

Jen kommt am 18ten in Brisbane an. Wir verbringen drei gediegene Tage im Manor Hotel im Fortitude Valley, ent-jetlaggen die Dame und schauen uns ein wenig in der Stadt um. Für zwei Tage bekommen wir Gesellschaft von Sabin, einer Freundin von Jen, die sechs Monate in Australien studiert hat.

Drei aufm Boot

Die Drei aufm Boot

Am 20sten treffen wir uns abends mit Ben, Andy und Maayke, um uns bei ein paar Bier von der alten Gruppe zu verabschieden.

Alt trifft neu

Jen und die alten Ozzies

Kitsch

Chinakitsch

Per Zug, Bus und Fähre gelangen Jenny und ich dann nach Stradbroke Island, wo es nur ein einziges Backpacker Hostel (Manta Lodge) gibt, in dem wir einchecken.

Jen auf der Ferry

Die Frau Schmitz im Wind

Wie der Name schon sagt, dreht sich hier alles ums Tauchen. Die Gruppen verlassen das Hostel immer früh morgens Richtung Dive Ground, weshalb wir uns ungestört in den Räumlichkeiten bewegen können. Alles toppi! Wäre da nicht das Wetter. Einen Tag lang ist es erträglich. Sonne und Regen geben sich die Klinke in die Hand und wir schaffen es, die nähere Strandumgebung zu erkunden, ohne komplett durchnässt zu sein. StrandblickStrandblick auf Stradbroke Island

Immerhin sehen wir einen Adler und lesen ein paar nette Muscheln vom Strand auf. Danach kommt die Sinnflut zurück. Das geplante Whale-Watching fällt somit flach – der Main Beach muss auf unsere Anwesenheit verzichten.SonnenuntergangEin weiterer ramontischer Sundown

Wir vertreiben uns die Zeit mit Billard und Tischtennis (schön, gegen ´nen Profi zu verlieren), sind froh, dass wir zu Zweit sind und träumen von Strandwetter im Norden. Abends gehen wir in den ortsansässigen Bowling Club (wo ist die Bowling-Bahn??), gönnen uns eine günstige Flasche Wein und ein sehr passables Essen und ich träller’ einen Hit bei der großartigen Karaoke-Veranstaltung.PaparazziPaparazzi-Schnappschuss

Am 24sten verlassen wir Straddie und fahren über Brisbane nach Noosa. Hoffentlich erhört der Wettergott unser Flehen……er tut es!Wir erreichen Noosa im Dunkeln, doch schon am nächsten Tag strahlt die Sonne vom (fast) wolkenlosen Himmel. Wir gammeln in den Tag und greifen später auf das Top-Angebot unseres Hostels „Noosa Backpackers Resort“ zurück, ein Kayak für lau zu mieten. Das kostet sonst etwa 40 – 50 Dollar!Halemba-ActionDer Herr Halemba in Action

Wir sehen schon den zweiten Adler, um nach sehr schönem Kurztrip kurz vor der Rückreise ein kleines Highlight zu entdecken. Unter unseren Kayaks schwimmt im flachen Wasser plötzlich ein ganz schön stattliches Exemplar von Stingray (geschätzte 50 cm Teller plus noch mal 50 cm Schwanz) entlang. Wir sehen den Lümmel noch zweimal, aber bevor ich die Kamera zücken kann, hat er sich ins tiefere Wasser verkrümelt.Am 26sten lassen wir uns am Main Beach erstmal die Sonne auf den Pelz scheinen, bevor wir einen Abstecher in den kleinen „Noosa National Park“ machen und… UNSEREN ERSTEN KOALA SEHEN! Der pelzige Bär sitzt wie aus Plüsch gemacht ganz oben in einem Eukalyptusbaum und bewegt sich etwa so rasant wie ein Faultier. Nichtsdestotrotz muss das possierliche kleine Tierchen natürlich auf „Film“ gebannt werden. Hier das Resultat aus 20 Metern Entfernung:KoalaGarantiert echt!

Außerdem gibt die Natur ihr Bestes; wir genießen ein paar schöne Ausblicke und finden eine natürliche Lianen-Schaukel, die wir gleich mal ausgiebig testen.SchaukelDas kannste dir aus Draht nicht nachbiegen

Am Abreisetag touren wir noch mal mit den Kayaks durch die umliegenden Gewässer. Nach einigen Problemen mit der Wassertiefe (besonders der dicke Herr im zweiten Kayak steckt ständig irgendwo im Schlick) machen wir noch eine sehr schöne Flusswanderung und sehen sage und schreibe vier(!) verschiedene Rochen. Den größten konnten wir leider nicht im Bild bannen, aber für einen kleineren hat’s gereicht. Et voilà:Rochen Roechelrochen
Alles in allem hatten wir eine schöne Zeit in Noosa (wirklich ein nettes Fleckchen Erde), fahren jetzt weiter nach Airlie Beach und hoffen Traumwetter auf einem eintägigen Whitsundays-Trip zu haben. Danach ist der Plan, nach Townsville zu gehen, um von da aus nach „Magnetic Island“ überzusetzen. Da wollen wir eine Weile bleiben und den weiteren Weg nach Norden (Cairns & Cape Tribulation) planen.

 

Was gab’ es sonst noch? Meine heiß geliebte beige Baggy-Pants aus dem Jahre X vor Christi Geburt hat den Kampf gegen den nagenden Zahn der Zeit schlussendlich verloren. Eine schnelle Bewegung hat ausgereicht, den maroden Stoff zu zerfetzen. Rest in Peace!Hose kapott+Schluchz+

Achja – last but not least eine Entdeckung die für sich selbst spricht:Laundromat…ohne Worte…

Bis spätestens,Jen & Martin

PS: Mach dir keine Hoffnung, Mam – die Haare sind inzwischen ab 😉

 

Brissie III

Das echte Australien

Zuerst wollte ich ja eigentlich mit Beschwerden anfangen. Das Wetter war ja nu’ lange genug beschissen und die australische Phrase “We’re in the middle of a draught” hat auch den letzten zur Weißglut gebracht. Aber wie so oft im Leben kommt dann doch mal wieder alles anders. Mittlerweile ist es tagsüber angenehme 19-25 Grad, die Sonne scheint meistens vom wolkenlosen Himmel und auch an die frische Brise kann man sich gewöhnen – es ist ja schließlich Winter!

Einen “festen” Job hab’ ich nach einem kurzem Abstecher zu “Australia Bricks” – einer Ziegelfabrik! – auch gefunden. Ãœber die Medien-Jobagentur “Aquent” bin ich an den Zeitungsverlag “APN” gekommen, der mich freundlicherweise als Freelancer engagiert hat. Der Job ist zwar alles andere als spannend, aber wenigstens brauche ich jetzt nicht mehr wie ein Minenarbeiter zu schuften, um mir den Rücken kaputt zu machen. Acht Stunden auf einem Stuhl vorm Rechner sitzen tut’s ja auch.

Brissie bei Dämmerung

Brissie bei Dämmerung

Jedenfalls habe ich morgens genug Zeit, mal einen Blick auf die Brisbanites jenseits vom Backpacker-Alltag zu werfen. Eigentlich fast wie in Deutschland, allerdings…sind die 80ties in good old Germany auch so heftig eingeschlagen. Pfui Spinne! Enge Karottenhosen, Stiefel mit fiesesten Stulpen, Glitzer, Stirnbänder, Neon und FRISUREN…Hallo – Geht’s noch?! Naja, in Australien gibt es jedenfalls praktisch keine Arbeitslosigkeit, was wohl nicht nur am Verhältnis von gut 20 Mio Einwohnern auf 7,7 Mio qm Fläche liegt, sondern auch daran, dass die Aussies eine Dienstleistungsgesellschaft sind, in der es in jedem Supermarkt ca. 10 Kassierer/innen gibt, die auch alle gleichzeitig arbeiten. Auf Baustellen werden gleich mehrere Leute eingestellt, die den lieben langen Tag nix anderes machen, als sich zu unterhalten und ab und an mal ein Stop-Schild aufrichten, um einen LKW durchzuwinken. Ich mein’ – besser als klauen gehen!

Casino

Casino-Rückseite

Der Oberkracher aber ist eigentlich, dass die Busfahrer hier freundlich sind! Muss ein ganz anderer Typ Mensch sein, als bei uns. Vielleicht liegt’s aber auch am Wetter.

Hab ich’s erwähnt? Viele der Leute seh’ ich übrigens nicht einfach auf der Straße sondern auf der „Flusskatze“, der CityCat. Das ist ein Motorkatamaran, der so was von schnell abgeht, dass man beim Beschleunigen umfällt, wenn man sich nicht festhält. Der Tiger bringt mich dank Dauerticket jedenfalls morgens zur Arbeit – und was soll ich sagen? Es gibt schlechtere Ausblicke!

Auf dem Brisbane River

Auf dem Brisbane River

Nichtsdestotrotz ist natürlich nicht alles Gold was glänzt – womit wir zurück bei den “Complaints” wären. Versucht mal, in einem Coles, Woolworths oder IGA ein vernünftiges Brot zu bekommen. Also eins, was nicht auf ein Viertel der Größe zusammenschrumpft wenn man draufdrückt. Und die Würste…! Ganz abgesehen davon, dass diese schlabbrigen, lieblos in den Natur?darm gedrückten (einige mir bekannte Leser verhindern hier einen anderen Ausdruck) Fleisch??würmer den Namen nicht verdient haben, hat mich sogar schon eine der Fleischthekendamen davor gewarnt: “You’re from Germany? Then forget about that. These things are only CALLED sausages.” +Brrruaaahhhh+

In unserem Hostel, dem “Yellow Sub” ging’s dann trotz “Low-Budget-Lifestyle” an einigen Wochenenden gut ab. Wie schon früher erwähnt, gibt es an jedem Samstag ‘ne Mottoparty. Die letzten waren “BinBag” (Müllbeutel), “Cowboys & Indians” und ganz frisch „Pimps & Whores“. Um es kurz zu machen: Wir hatten Spaß und sahen überwiegend lächerlich aus.

Müllgruppe

Müllgruppe

Sheriff

Der Sheriff und seine rechte Hand

Indianer

Die Indianer machen ernst

Pimps & Nutten

Pimps mit Arbeiterin – stilecht

Nach so viel “echtem” Australien und wöchenendlicher Feierei freu’ ich mich aber auch schon wieder aufs Arbeitsende und den anschließenden Trip nach Cairns.

Copland

Echter australischer Cop

Die jetzige Gruppe splittet sich auf, aber ich bekomme ja deutsche Verstärkung auf die ich mich ganz besonders freue. Und überhaupt…

Ein sonniges “Auf bald, Kameraden HopHop!” von euerm australischen Lausejungen,

Martin

Whitsunday Islands

Am 12. Juni machen wir uns zum Hafen von Airlie auf, um unser Segelboot “The Card” zu besetzen. Ein so genanntes Racing Boat, was schon eine Weltumrundung hinter sich hat. Aber so ganz ohne Komplikationen wär’ ja langweilig. Die Motoren sind irgendwie nicht in Ordnung, weshalb wir nach zwei Stunden Wartezeit ein anderes Schiff zugewiesen bekommen. “Kora”, einen Katamaran. Das ist zwar auch nett, hat aber zur Folge, dass wir nicht auf dem Boot schlafen können, sondern auf einer Insel (South Molle Island) in einem Resort nächtigen.

Kora

Die Kora

Der erste Tag ist trotz allem sehr geil. Das Wetter ist größtenteils top. Die Sonne scheint und ich habe einen kleinen “perfekten Moment”, als ich an Deck mit einem Bier in der Linken Wind und Wetter genieße.

Gude Laune

Gude Lauune – aber was treibt der Mark da??

Wir machen eine kurze Schnorchelpause, wobei wir leider Gottes eine “Stinger Suit” tragen müssen, weil man auch zu dieser Jahreszeit bestimmte Quallenarten nicht ganz ausschließen kann.

Gummicrew

Die sexy Gummicrew

Spätnachmittags geht’s dann zur “Schlafinsel”, wo in der Bar englische Trinkspiele (Warum gab’s bei denen bloß die Sperrstunde…) praktiziert werden. Wir fallen zeitig in die Federn, um zum Frühstück um 7 wieder fit zu sein. Sind wir aus unerfindlichen Gründen dann auch!

Sonne an Bord

Da scheint die Sonne noch

Der 13te ist bewölkt, weshalb wir uns aber trotzdem nicht die Laune verderben lassen. Wir steuern “Whitsunday Island” (Die Hauptinsel der Whitsunday Group) an und machen die obligatorischen Fotos am Viewpoint, bevor wir zwei Stunden am Strand abgammeln und ‘ne runde kicken. Deutschland vs. Irland & Holland! Klare Angelegenheit +g+

In aller Pracht

Whitsundays in all ihrer Pracht

Das Wetter wird auch noch richtig nett; wir kühlen uns noch kurz in den Fluten ab und werden im Beiboot wieder an Bord gebracht. Nach einem kurzen Abstecher auf eine der “Molle”-Inseln und kurzem Tropenmarsch gehts zurück zum Resort – das Wetter wird wieder schlechter.

On da beach

Beachgepose

Die englischen Trinkspiele werden auch nicht besser, aber wir machen das Beste aus der Situation und feiern mit der angenehmen Gewissheit, das um 6:30 angesetzte Frühstück verpassen zu können. Wir schlafen bis Elf und werden um halb Eins wieder an Board gebracht. Da das Wetter bescheiden ist, lunchen wir nur und fahren zurück nach Airlie.

Wasserkitsch

Ein bissel Kitsch auf dem Wasser

Vom 14. – 18. bleiben wir bei durchwachsenem Wetter noch in Airlie Beach. Jetzt geht’s nordwärts nach Bowen, wo wir hoffentlich wieder Arbeit bekommen… war ja schließlich nicht umsonst hier!

Schüssikowski Deutschland. Bleiben sie mir gewogen!
Der Maddinsen

Zurück in der Zivilisation

Rein ins Chaos und den Regen

Gruppenfoto mit Cheffe

Abschlussbild der Chinchilla-Crew

Nachdem die Melonensaison im südlichen Queensland vorbei ist, wollen wir uns erstmal mit einigen Inseltrips belohnen. Wir verlassen Chinchilla am 30. Mai und schlagen für einige Tage im “Yellow Submarine” in Brissie auf. Da das Wetter bescheiden ist, freuen wir uns umso mehr auf den sonnigen Norden. Nichtsdestotrotz verleben wir ein paar entspannte “arbeitslose” Tage, die mit zwei Feierlichkeiten gespickt sind, von denen insbesondere die Zweite erwähnenswert ist. 80ties Mottoparty! Geht’s noch?? Da ich glücklicherweise nicht der Einzige bin, der dieses Jahrzehnt für einen kulturellen Ausrutscher hält, haben wir umso mehr Spaß daran uns billig und stilecht einzukleiden.

Pott-Drink

Da gibt einer alles…

Nachdem wir im Hostel vorge”punch”t haben (s.o.), beschließen wir noch in die Caxton Street zu gehen. Eine Partymeile, die wir bei unserem letzten Aufenthalt gar nicht zu Gesicht bekommen haben. Nach feucht-fröhlicher Feierei im oberpeinlichen Outfit, überstehen wir den Abend glücklicherweises schadlos. Das ist explizit zu erwähnen, da die straßen wegen eines vorangegangenen Rugbyspiels von schwergewichtigen Fans belagert werden.

Deb und Icke

Debbie und ich posen für die Kamera

Wie auch immer – nach viel zu langem Heimweg fallen wir gegen 5:30 in die Federn. Ein Tag Ent-jetlagging muss reichen, denn am Montag müssen wir um 6 Uhr wieder raus, um den Bus nach Hervey Bay nicht zu verpassen.

Mehr als 1000 Worte

…mehr als 1000 Worte…

Von dort aus geht’s nach eintägigem Aufenthalt mit lustigem Ungeziefer im Holz der Betten nach Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt. Die Zeit da möchte ich eigentlich gar nicht groß beschreiben, weil wir übelsten Dauerregen haben. Der erste Tag ist noch wirklich nett; da das Auto aber leckt, ist nach kürzester Zeit ALLES komplett durchnässt. Also mieten wir uns in einem Hostel ein und machen das Beste aus der Situation.

Enjoying Lake McKenzie

Da Boys in da Lake McKenzie

Am Ende springen wir – im Dauerregen – noch in den berühmten Lake McKenzie und ärgern uns mit einem bösen Reifenplatzer rum… alles in allem also letztlich schon ein echtes Adventure.

Reifen noch ganz

Reifen – noch ganz!

All Alone

Alleine auf “Indian Head”

Zurück in Harvey schauen wir uns den Hafen an und genießen die ersten Sonnenstrahlen nach langer Zeit – ein fast perfekter Tag. Wir haben’s verdient!

Der perfekte Moment

Der perfekte Schuss

Sundown

Zu schön um wahr zu sein

Ein Greyhound bringt uns dann am 8. Juni nach Airlie Beach. Kinder, war schön hier. Blauer Himmel, nette Promenade, Lagune & Pool… wir arbeiten an unserer Bräune und buchen für Dienstag einen dreitägigen Segeltrip zwischen den Whitsunday Islands. Yessss!!

Weil der Rechner hier unseren USB-Stick nicht fressen wollte, ist der Segeltripp zwar auch schon Vergangenheit – aber dazu gibt es in den nächsten Tagen einen seperaten Eintrag, also…

so far, der Queen ihr Sohn

Fred Turners kleine Farm

Wir sind in der fünften Woche Farmwork und wie es aussieht auch kurz vor Abschluss unserer Chinchilla-Mission.

Die 3 lustigen 4
Der harte Kern der letzten 2 Monate

Wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, ist die Saison Samstag oder Sonntag vorbei… aber wir werden sehen. Bevor es weiter Richtung Fraser & Whitsunday Islands geht, also nochmal ein kleiner Einblick in die Melonenarbeit, wegen der wir ja hier (gewesen) sind. edit: Inzwischen – dem schlechten Netz sei Dank – ist klar, dass Montag unser letzter Arbeitstag ist. Am Dienstag wird wohl die große Abschlussparty gerockt und Mittwoch geht’s zurück nach Brisbane…zu neunt! Mit der Truppe wollen wir dann auch Richtung Fraser Island starten und dann sehen wir weiter. Aber zurück zum Gemüse:

Die verschiedenen Sorten Melonen (Hotshots, Southern Cross, Colorado & Honeydews…) werden meistens früh morgens von den Pickern geerntet und in großen “Bins” zur Farm gebracht (es gibt mehrere Melonenfelder).

Freds kleine Farm
Blick aus dem Auto zurück auf die Farm

Staplerfahrer kippen ca. 15 Bins in die “Melonenmaschine” (wie auch immer das Teil richtig heißt…) Da drin gibt es einen Waschgang und eine automatische Vorsortierung nach Gewicht, bevor die dicken Schmecklecker dann in zwölf “Bays” fallen und an deren unteren Ende von den “Packern” in unterschiedliche Boxen verfrachtet werden. Die unverschlossenen Pakete kommen dann auf ein Laufband ab zu den “Stackern” die die Boxen schließen und auf unterschiedliche Paletten “stacken”, also stapeln.

Overview
Overview aus Sicht der Boxmaker

Kollege Marc aus Darwin macht dann die Endabnahme und fährt die fertig verschnürten Pakete dann entweder auf den wartenden Truck oder ins Kühlhaus.

Stacks
Fertige Stacks

Apropos Marc…

Neben Chef Fred und seiner Frau, ist sein Sohn Cameron wohl für die Ernte verantwortlich. Außer den z.Zt. 15 Backpackern gibt es dann noch australische Saisonarbeiter, die aber außer einigen Damen und Herren im fortgeschritteneren Alter (also älter als 40 😉 häufiger wechseln, was in erster Linie mit ihrer Unzuverlässigkeit und dem (täglichen) maßlosen Alkoholkonsum zusammenhängen wird. Aber, wie uns einige Australier gerne selber versichern, “Australians are lazy”! Na denn.

Stacking Legends
Stacking Legends

RockNRoll Realschule
RockNRoll Realschule

Wir werden am letzten Tag wohl noch ‘ne mittelgroße Feierlichkeit starten, um dann über Brisbane die Inseln der mittleren Ostküste zu rocken. Da ist es dann auch wieder milder – im Moment wird es nachts nämlich schon empfindlich kalt. Gestern waren es wohl nur noch 3 Grad! Dafür ist es tagsüber noch recht warm. Jedenfalls hat eine Erkältung hier fast alle im Griff (bei manchen schon ‘ne ausgewachsene Grippe). Die Einzigen, die bisher verschont geblieben sind, sind Dennis, Andy & ich. Bei mir muss das an meiner unfassbar guten körpereigenen Abwehr liegen – sozusagen der besten seit der Erfindung des Immunsystems. MUHA!! Naja, mal abwarten wie lange das noch gut geht! Wie lang’ ist nochmal die Inkubationszeit? Egal – wir halten uns in der Zwischenzeit mit Sprüngen ins kalte(!!) Nass in Form. Nice!

Poooool
Abkühlung

Aber nochmal kurz zurück zu den Melonen – da gab es doch Unstimmigkeiten wegen des Gewichts der Boxen. Ich hab’ das mal gecheckt…also die Boxen haben ein Gewicht von etwa 8-15 Kilo. Das bedeutet, dass wir bei einem Schnitt von 50 Paletten pro Tag etwa 30.000 KG zu stemmen haben – allerdings geteilt durch 4 Stacker. Immerhin…

Neuigkeiten gibbet wieder von den schönen Islands. Ich denke mal, dass ich dann auch wieder häufiger zu kurzen Updates komme – es passiert einfach mehr 😉

Aloha hé und Alaaf,
euer Melonenspezialist

Chinchilla

– vorläufiges Resümee –

Wo genau das Städtchen mit dem Nagetiernamen liegt, habe ich ja schon beschrieben. Also werde ich mal anfangen zu schildern, wie’s hier so ausschaut und was genau wir hier treiben. Chinchilla hat etwa 3000 Einwohner, gilt aber lustigerweise als Boomcity, weil sich die Einwohnerzahl in den letzten paar Jahren verdoppelt hat. Ich fang’ mal mit den negativen Aspekten an, weil die schnell aufgelistet sind. Hier gibt’s nicht viel zu sehen und zu machen, es bestünde also die Gefahr, dass wir anfangen uns zu langweilen. Ein paar der Leute hier sind mit “strange” noch viel zu freundlich umschrieben, aber dazu später mehr. Im Prinzip war’s das auch schon… Positiv ist da glücklicherweise einiges mehr:

Acacia Motel

Unser Zuhause

Wir wohnen in einem netten kleinen Motel namens “Acacia”, was von einem freundlichen Ehepaar (Alan & Yvonne) betrieben wird. Da das hier also kein Hostel ist, genießen wir den Luxus, alle paar Tage frische Handtücher vor der Tür liegen zu haben, i.d.R. nicht selber spülen zu müssen und das Zimmer einmal die Woche gereinigt zu bekommen. Wir sind insgesamt zehn Backpacker, die auf “Fred Turners Farm” arbeiten, vier Holländer und sechs Deutsche. Ein Franzose, zwei Schweden und drei weitere Deutsche sind inzwischen wieder abgereist. Ben, Andy und ich haben ein kleines Zimmer genau in der Mitte des Gebäudekomplexes (Auf dem Photo sieht man die Tür ganz hinten in der Mitte). Fünf der Truppe wohnen hinter dem großen Komplex in einem Ferienbungalow, den wir (Küche!) mitbenutzen dürfen. Das Beste ist aber der davor gelegene Pool, der zwar eigentlich für sämtliche Hotelgäste gedacht ist, den aber außer uns keiner benutzt!

PoolOmat

Privatschwimmbad

Außerdem gibt es noch ein ganz nettes Freibad, was sehr günstig ist und ein Kino. Blöd ist nur, dass die sogenannte High Season (der Melonen) gerade begonnen hat, weshalb an Freizeit nicht mehr wirklich zu denken ist, wir kommen meistens gegen 6 wieder nach Hause und da isses hier ja schon dunkel. Klar – is’ ja auch Winter! Bis vor Kurzem wurden wir von einem Traumbus zur Arbeit gefahren, aber das hat sich gerade geändert. Der Fahrer (auch genannt der “Pirat”) war früher mal “Fahrer” bei einem Banküberfall und hatte keine Lust mehr auf Melonen. Also haben wir unseren eigenen (kleineren) Bus bekommen, mit dem wir jetzt selber zu Farm eiern. Das Teil ist zu traurig, um auf Foto gebannt zu werden – Fakt ist, dass der letzte Frontalzusammenstoß mit einem bedauernswerten Kangaroo nicht ohne Folgen geblieben ist!

Das gute Stück

Der gute alte Schulbus

Innenraum

Der “Neue” sieht schlimmer aus (seriously!!)

Glücklicherweise sehen wir auch schonmal lebendige, lustig umherhüpfende Wallabies und Kangaroos – außerdem gibt es hier ‘ne Menge bunter Vögel und eine noch viel größere Menge Krabbelgetier. Ein sogenannter “Huntsman” war letztens zu Gast in unserer guten Stube. Da der aber nicht giftig ist (O-Ton Yvonne: “It’s not poisonous – it only hurts for a few days…”) haben wir den mal eine Nacht bei uns nächtigen lassen. Dann war die Gastfreundschaft überstrapaziert.

Huntsman
HuntsMAN or WOMAN?

Trotz Viechzeuchs haben wir meistens unseren Spaß, was nicht zuletzt am mäßigen Alkoholkonsum liegt (In Käffern wie Chinchilla haben (aus Langeweile?) die Meisten Leute ein mehr oder minder schweres Alkoholproblem. Der Freund einer bedauernswerten Ex-Mitarbeiterin konnte ohne Drogen kaum klar gucken geschweige denn denken. Aber der Kollege hat sich auch jeden Tag ca. fünf Valium reingepeitscht, weil’s in Chinchilla blöderweise kein Metadon gibt, was er eigentlich bräuchte. Aber der Typ war sowas von schwerstkriminell, dass wir eigentlich froh sind, dass die Zwei inzwischen weg sind. Naja – back to Feierei, Aldaa! Ein Abend startet meistens mit einem leckeren Essen, was bei uns Spitzenköchen dann etwa so aussieht:

Pasta

Pasta Perfetto

Dann wird schonmal ein bissel Unfug mit dem Hausrat angestellt:

Brillenwurst

Big Glasses

Tja, der Ein oder Andere hat sich dann alkoholtechnisch nicht so gut im Griff, wie wir – im kommenden Fall der gute Marc aus Holland – was dann schonmal in einer lustigen Ãœberraschung enden kann, wenn man so freundliche Mädels im Haus wohnen hat:

Shaved Legs

Babypopo ist nix dagegen

Für alle, die aus dem Bild nicht schlau werden – dem netten Herrn aus unserem Nachbarland wird gerade das rechte Bein enthaart. Glücklicherweise gehört er zu der ganz relaxten Sorte und fand das Alles auch ziemlich amüsant. Gut so! Am gleichen Abend ist dann auch die MickeyMouse unten entstanden. Das Fazit bleibt. Wir malochen uns hier zwar den Rücken krumm, wissen aber wofür. Und da die Leute nett sind und alles das gleiche Schicksal teilen, ist das alles halb so wild!

Mickey Mouse

The one and only real Mickey Mouse

Zum Abschluss hab’ ich dann noch ein Klischee-Australienbild für euch, ein weiterer Post mit Bildern von der Arbeit folgt dann in ca. drei Wochen. Mal sehen, was sich bis dahin noch spannendes tut. Ich sach’ ma’ “Schüss” und “Passen Sie gut auf sich auf”. Over und Ende!

Hinten

Blick nach Hinten auf die Felder

Brissie

Die Australier lieben Abkürzungen. Es gibt Zeugs gegen “Mozzies”, Australien ist “Oz”, Milch kommt vom “Milko” und am Saturday “Arvo” (afternoon) wirft man im Garten den “Barbie” (Barbecue) an und trinkt – wie bei uns – ein paar “Stubbies” dazu… und wir sind jetzt halt in “Brissie”. Auf den ersten Blick ist die Stadt eher etwas langweilig – ein kleineres uninteressanteres Sydney ohne Oper. Allerdings gibt es auch hier einige nette Ecken und die Gegend ist berühmt für ihre “easy going” Mentalität!

Central Station

Central Station

Judy ist am 19ten nach Neuseeland geflogen und May hat am 20sten einen Job im Inland auf einer Erdbeerfarm (nur Mädels zugelassen!) bekommen. Also sind wir nur noch zu dritt, wir Mannen. Aber auch wir waren bei der Jobsuche erfolgreich. Da aber mal wieder alles anders gekommen ist und der Post hier schon halbwegs veraltet ist, gibt es erstmal ein paar Impressionen von Brisbane:

Echse in den Parklands

Echse in den South Bank Parklands

Streetart

Street-Art

Kontraste

Kontraste (keine Retusche!!)

Business District
Der Business District

Und zum Schluss… ein waschechtes PILS!

PILS

Sooo… seit Montag sind wir jedenfalls in Chinchilla, etwa 300 Kilometer nord-westlich von Brisbane gelegen, wo wir uns in die Rock Melons stürzen. Glücklicherweise müssen wir die Schwergewichte nicht “picken”, sondern lediglich “stacken”, also in Kisten auf Paletten stapeln… tja, aber zu früh gefreut. Die Arbeit ist mit ziemlich großem Abstand das körperlich Anstrengenste, was ich je gemacht habe (und ich stand schon am Fließband oder den Paketen oder beim LKW ent- und zuladen!). Drei Liter in 4 Stunden ausschwitzen und wieder zu sich nehmen ist normal! Naja – die Kohle ist allerdings gut, von daher will ich nicht weiter meckern. Wir werden wohl noch rund 4 Wochen hier bleiben und uns ein finanzielles Pölsterchen schaffen und dann gehts auf Inseltour! Das ist ja ein ziemlich helles Licht am Ende des Tunnels!

Fotos von Chinchilla und einen kleinen Einblick in die Melonenarbeit wird es in den nächsten Tagen oder Wochen geben. Bis jetzt war noch keine Zeit zum knipsen. Die Hauptsache ist jedenfalls, dass ich eine mehr oder weniger funktionierende WLan-Verbindung hab’, um meinem Nerd-tum zu frönen.

Cheers und Helau!

Martin